Nach dem spektakulären 8:2-Kantersieg gegen Rosenow wollen die Kicker der SG Traktor Sarow am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den SV Hanse Neubrandenburg den entscheidenden Schritt machen. Mit einem weiteren Dreier soll der Klassenerhalt endgültig in trockene Tücher gebracht werden.
Die Brust bei der SG Traktor Sarow könnte vor dem kommenden Spieltag kaum breiter sein. Nach dem fulminanten 8:2-Schützenfest am vergangenen Wochenende gegen den SV Rosenow strotzt die Mannschaft von Trainer Danilo Hell nur so vor Selbstvertrauen. Am Sonnabend um 14:00 Uhr soll auf heimische der nächste Streich folgen. Das klare Ziel: Ein Heimsieg gegen den SV Hanse Neubrandenburg, um auch die allerletzten Abstiegssorgen endgültig zu vertreiben.
Für dieses Vorhaben bringt Sarow beste Voraussetzungen mit auf den Rasen. Das heimische Geläuf hat sich im Jahr 2026 zu einer echten Festung entwickelt. Mit einer Bilanz von drei Siegen und zwei Unentschieden ist Traktor im eigenen Wohnzimmer in diesem Jahr noch ungeschlagen. Diesen Schwung, gepaart mit der Offensiv-Power aus dem Rosenow-Spiel, wollen die Sarower nun auch gegen die Neubrandenburger auf den Platz bringen.
Ganz anders stellt sich die Situation beim kommenden Gegner dar. Der SV Hanse Neubrandenburg blickt auf eine sportlich schwere Phase zurück. Mageren sechs Punkten in der gesamten Rückrunde steht nur ein einziger Sieg aus den vergangenen sieben Partien gegenüber. Besonders in der Fremde wollte den Hanseaten in dieser Spielzeit fast gar nichts gelingen: In bisher zehn Auswärtsspielen reichte es lediglich beim TSV Friedland II (3:1) zu einem Punktgewinn.
Zu der sportlichen Krise gesellte sich am vergangenen Wochenende auch noch bitteres Pech. Bei der knappen 2:3-Heimniederlage gegen Teetzleben verlor der SV Hanse nicht nur drei wichtige Punkte, sondern auch seinen gefährlichsten Angreifer. Torjäger Sören Papendorf, der in dieser Saison bereits zehn Treffer erzielen konnte, sah die Rote Karte und wird den Neubrandenburgern in Sarow gesperrt fehlen – ein herber Dämpfer für Hanse.
Die Sarower dürften sich derweil gerne an das Hinspiel in Neubrandenburg zurückerinnern. Damals bewies Traktor enorme Moral, steckte einen frühen 0:2-Rückstand weg und drehte die Partie dank einer leidenschaftlichen Leistung noch in einen furiosen 5:3-Erfolg.