Die Wikinger eroberten Sarow und ein dramatischer Königsturz bringt die Entscheidung! Gelungene Premiere: 12 Teams trotzen der Sommerhitze beim 1. Sarower Kubbturnier – Ein bitterer Fehlwurf im Finale krönt „Operation Uwe Chaos Inklusive“ zum Premierensieger.
Es war ein heißes, spannendes und emotionales Spektakel, das am vergangenen Wochenende die Massen auf den Sarower Sportplatz lockte. Bei hochsommerlichen Temperaturen feierte das 1. Sarower Kubbturnier eine restlos gelungene Premiere.
Am Ende war es Uwe „Benny“ Wienke, Teamchef, „Senior“ und Namensgeber der Truppe „Operation Uwe Chaos Inklusive“, der den Siegerpokal unter dem Jubel seiner Familie in den blauen Himmel streckte.
Turnierchef Jan Ladwig, der im Vorfeld ein echtes „Super-Turnier“ auf die Beine gestellt hatte, strahlte mit den Gewinnern um die Wette. Vier Stunden lang hatte der Organisator alle Hände voll zu tun: Er koordinierte die zwölf teilnehmenden Mannschaften auf den vier Spielfeldern, moderierte das Geschehen über das Mikrofon und wachte über die Einhaltung des wikingischen Regelwerks.
Dass der Sport Jung und Alt verbindet, bewies das Teilnehmerfeld eindrucksvoll. Spruchwörtlich von 7 bis 70 Jahren war jede Altersklasse auf dem Rasen vertreten. Über 60 aktive Spielerinnen und Spieler lieferten sich packende Duelle mit den Holzklötzen, angefeuert von begeisterten Zuschauern, die den Weg an den Platz gefunden hatten.
Sie alle genossen das friedliche Treiben – schließlich waren die modernen Wikinger ganz ohne Helm, Schild und Schwert und absolut in friedlicher Absicht in Sarow eingefallen.
Ein dramatisches Final-Ende
Das große Finale hielt für die Zuschauer schließlich ein echtes Drama bereit – und endete vorzeitig sowie völlig unfreiwillig. Im Endspiel standen sich die Lokalmatadoren von „Operation Uwe Chaos Inklusive“ und die „Pin up’s“ aus Kummerow gegenüber. Die Kummerower waren eigentlich auf einem hervorragenden Weg und hatten bereits einige gegnerische Kubbs (Bauern) erfolgreich abgeräumt. Doch dann passierte das folgenschwere Missgeschick: Daniel Umlauf verlor für einen kurzen Moment die Präzision und warf den König um, ehe es das Regelwerk erlaubte – das sofortige, automatische Aus im Kubb-Sport.
Besonders pikant: Turnierleiter Jan Ladwig hatte vor dem Turnier noch einmal ausdrücklich vor genau diesem Fehler gewarnt. Der guten Laune der „Pin up’s“ tat dies nach der Siegerehrung jedoch keinen Abbruch. „Dafür, dass wir es überhaupt nicht geübt haben, war es doch richtig gut. Das letzte Mal, dass wir es gespielt haben, ist schon etwas länger her“, bilanzierte Umlauf schmunzelnd. Für das Siegerteam hingegen war es der Auftakt zu einem unvergesslichen Pfingst-Wochenende: Am Pfingstsonntag stand direkt das nächste Highlight, eine große Konfirmationsfeier in der Familie, an.
Großer Kampf in den Finalrunden
Zuvor war es in den Platzierungsspielen extrem eng zugegangen. Im Halbfinale setzte sich die „Operation Uwe Chaos Inklusive“ gegen die „Huttelputter Männer“ aus Kentzlin durch, während die „Pin up’s“ das Team Beggerow bezwangen. Die Kentzliner Männer sicherten sich daraufhin im kleinen Finale den verdienten 3. Platz.
Schon im Viertelfinale war gezittert worden: Die „Wilden Gänseblümchen“ (Sarow) unterlagen den „Pin up’s“ nur knapp mit 1:2, und die „Kummerower Torfköppe“ mussten sich den „Huttelputter Männern“ hauchdünn mit 2:3 geschlagen geben.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzten die Kentzliner: Die „Huttelputter“ reisten gleich mit drei Mannschaften an. Neben den drittplatzierten Männern gingen auch die „Huttelputter Mütter“ (Platz 10) und die „Huttelputter Kinder“ (Platz 12) an den Start.
Trotz des letzten Platzes gab es für die Kids einen großen Applaus, glänzende Goldmedaillen für den tollen Einsatz und ein ganz besonderes Sonderlob vom Turnierchef. Jan Ladwig betonte stolz, dass die Jüngsten „als allererste auf dem Platz die komplexen Regeln verstanden hatten“.
Eine weitere Goldmedaille hatte Ladwig zudem für eine ganz besondere Unterstützung parat: Die „Physiotherapeutin in spé“ vom erfolgreichen Siegerteam wurde ebenfalls feierlich geehrt.
Der Turniermodus
Gespielt wurde zu Beginn in zwei Sechser-Staffeln, wobei die Spielzeit in der Vorrunde auf knackige 15 Minuten begrenzt war. War der König bis zum Ertönen der Schlusssirene nicht gefallen, entschied die Anzahl der mehr umgeworfenen Bauern über den Sieg.
Die besten vier Teams jeder Staffel qualifizierten sich für das Viertelfinale, wobei bis zum Schluss alle zwölf Plätze sauber ausgespielt wurden. Bemerkenswert: Über das gesamte Turnier hinweg fiel der König nur zwei Mal zu früh – das eine Mal entschied unglücklicherweise das große Finale.
Der einhellige Tenor aller Beteiligten nach diesem Turniertag war unüberhörbar: Wann wird das nächste Turnier gespielt? Das klare Fazit des Tages lautet: Die Wikinger sollen und müssen Sarow wieder erobern!
Turnierendstand:
01. Operation Uwe Chaos Inklusive
02. Pin up´s
03. Huttelutter Männer
04. Team Beggerow
05. Kummerower Torfköppe
06. Nordlichter Deluxe
07. Team 12
08. Die wilden Gänseblümchen
09. Die am Gütesten
10. Huttelputter Mütter
11. Die Kellmänner
12. Huttelputter Kinder
Vorrunde Gruppe 1:
1. Operation Uwe Chaos Inklusive
2. Huttelputter Männer
3. Pun up´s
4. Nordlicher Deluxe
5. Die am Gütesten
6. Die Kellmann
Vorrunde Gruppe 2:
1. Team Beggerow
2. Die wilden Gänseblümchen
3. Kummerower Trofköppe
4. Team 12
5. Huttelputter Mütter
6. Huttelputter Kinder