Die Sarower Masterserie hat einen neuen Namen auf ihrer Siegerliste: Maximilian Niemecek. Der 21-jährige Greifswalder drückte dem Turnier bei seiner Premiere prompt den Stempel auf, sicherte sich in einem
hochklassigen Finale den Titel und schnappte sich ganz nebenbei auch noch den Pokal für den besten Turnieraverage.
In der regionalen Dartszene ist Maximilian Niemecek längst kein Unbekannter mehr. Als Topspieler im Kader der Dartfighters Greifswald, die in der kommenden Saison im Oberhaus der 1. Bundesliga an den Start gehen werden, reiste er mit reichlich Vorschusslorbeeren an. Dieser Favoritenrolle wurde er vollauf gerecht – auch wenn er im Finale “Gegenwind” bekam.
Im Endspiel traf Niemecek auf einen bestens aufgelegten Matthias Fischer. Fischer erwischte den besseren Start und ging schnell mit 2:0 in Führung. Doch der Greifswalder zeigte sich unbeeindruckt, behielt die Nerven und drehte die Partie mit drei gewonnenen Legs in Folge zum 3:2. Fischer ließ nicht locker und glich zweimal aus. Beim Stand von 4:4 bog das Match in die entscheidende Phase ein: Mit einem starken 20-Darter holte sich Niemecek das wichtige 5:4, ehe er im zehnten Leg einen spektakulären 15-Darter zum 6:4-Endstand ins Board brannte.
Das Finale bot Dartsport vom Feinsten: Niemecek spielte einen hervorragenden Average von knapp 70 Punkten, warf zwei 180er, fünf Aufnahmen von über 140 Punkten sowie zehn 100+-Scores. Fischer hielt mit einem Average von 63,4 Punkten und einer 180 stark dagegen, musste sich am Ende aber der Klasse des Bundesliga-Akteurs geschlagen geben. Niemecek durfte sich neben dem Turniersieg auch über die Trophäe für den besten Turnieraverage (71,3) freuen.
Zuvor hatten sich beide Finalisten in ihren Halbfinalpartien jeweils souverän mit 5:2 durchgesetzt. Niemecek bezwang dabei Mattes Holtz aus Neubrandenburg, während Fischer den Greifswalder Domenik Thrun in die Schranken wies. Im Spiel um Platz drei („kleines Finale“) zeigte sich Thrun gut erholt von der Halbfinalniederlage und sicherte sich mit einem glatten 4:0-Erfolg gegen Holtz den verbleibenden Podestplatz.
Das Turnier bot den zahlreichen Zuschauern etliche Highlights. Den spektakulärsten Coup des Tages landete David Dombrowsky: Er angelte sich den legendären „Big Fish“ und checkte das maximale Finish von 170 Punkten aus. Damit verdrängte er den Neubrandenburger André Weidner, der lange Zeit mit einem ebenfalls beachtlichen 160er-Finish die Sonderwertung angeführt hatte.
Für großes Aufsehen sorgte zudem der erst 17-jährige Ganschendorfer Jayden Jakobs. Obwohl er sich im Viertelfinale dem späteren Drittplatzierten Domenik Thrun geschlagen geben musste, spielte er ein fantastisches Turnier. Der Youngster sicherte sich den Gruppensieg, warf drei 180er, erzielte das zweitschnellste Leg des gesamten Turniers (14 Darts) und glänzte mit dem zweitbesten Turnieraverage aller Teilnehmer (64,0). Allein in seinem Viertelfinalmatch schraubte er seinen Average auf sensationelle 71 Punkte hoch.
Wie heiß der spätere Turniersieger Maximilian Niemecek bereits in der Gruppenphase war, musste Christoffer Lorenz (Neubrandenburg) leidvoll erfahren. In dieser Partie zündete Niemecek eine wahre „Rakete“: Nach dem Matchdart leuchtete ein Average von 90,2 Punkten auf der Anzeigetafel auf – im ersten Leg spielte der Greifswalder sogar unglaubliche 115,6 Punkte im Schnitt.
Nicht ganz nach Wunsch lief es diesmal für den Topgesetzten und Ranglistenführenden Kevin Schimmelpfennig. Nach seinem dritten Platz in der Vorrunde war für ihn bereits im Achtelfinale Endstation. Er unterlag dem späteren Finalisten Matthias Fischer mit 1:4.
Als beste Frau des Turniers glänzte Maika Breuhahn. Sie qualifizierte sich über Platz vier in der Vorrunde für die K.o.-Hauptrunde, musste sich dort jedoch André Weidner mit 1:4 geschlagen geben.
In der parallel ausgetragenen Trostrunde spielte sich Lisa Nolte (Neubrandenburg) bis ins Halbfinale, wo sie Martin Littmann (Neu Plötz) mit 1:3 unterlag. Littmann ließ sich den Gesamtsieg in der Trostrunde nicht mehr nehmen und bezwang Daniel Neugebauer (Kummerow) im Finale deutlich mit 3:0.
Trotz des frühen Ausscheidens verteidigt Kevin Schimmelpfennig mit 89,0 Punkten weiterhin die Spitze der Gesamtrangliste der Sarower Masterserie. Die Verfolgergruppe wird angeführt von Michael Radmann (Demmin/76,0), gefolgt von Martin Littmann (66,0), Maik Köster (Loitz/65,0) und Robert Wunsch (Demmin/64,0).
Das nächste Highlight wirft bereits seine Schatten voraus: Am Sonnabend, den 25. Juli, steigt das Traditionsturnier „The Summer Slam“. Gespielt wird dann im besonders anspruchsvollen und beliebten Modus Double In – Double Out.
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Finale:
6:4 Maximilian Niemecek – Matthias Fischer
Spiel um Platz 3:
4:0 Domenik Thrun – Mattes Holtz
Halbfinale:
5:2 Maximilian Niemecek – Robin Holtz
5:2 Matthias Fischer – Domenik Thrun
Viertelfinale:
4:2 Domenik Thrun – Jayden Jakobs
4:2 Matthias Fischer – André Weidner
4:3 Mattes Holtz – David Dombrowsy
4:1 Maximilian Niemecek – Florian Niemecek
Achtelfinale:
4:1 Matthias Fischer – Kevin Schimmelpfennig
4:0 Maximilian Niemecek – Matthias Witt
4:0 Florian Usczeck – Luis Stephan
4:1 Mattes Holtz – Maik Köster
4:2 Jayden Jakobs – Daniel Umlauf
4:1 Domenik Thrun – Christoffer Lorenz
4:1 André Weidner – Maika Breuhahn
4:2 David Dombrowsky – Michael Radmann
Trostrunde:
Finale:
3:0 Martin Littmann – Daniel Neugebauer
Halbfinale:
3:1 Martin Littmann – Lisa Nolte
3:1 Daniel Neugebauer – Luis Prütz
Viertelfinale:
3:2 Lisa Nolte – Philip Bruhm
3:1 Daniel Neugebauer – Jens Krasemann
3:0 Luis Prütz – Steffen Wegner
3:1 Martin Littmann – Peter Kühne
Achtelfinale:
3:0 Lisa Nolte – Sven Jakobs
3:1 Jens Krasemann – Fred Matzky
3:0 Martin Littmann – Marcel Gras
3:1 Peter Kühne – Franziska Knaps
3:1 Daniel Neugebauer – Konrad Glawe
3:0 Steffen Wegner – Bianca Albrecht
Freilos: Luis Prütz, Philip Bruhm
Endstand Gruppe 1:
1. 7 21:02 Jayden Jakobs
2. 6 19:06 David Dombrowsky
3. 4 15:11 Luis Stephan
4. 4 15:12 Maika Breuhahn
5. 3 10:15 Philip Bruhm
6. 3 11:17 Steffen Wegner
7. 1 07:20 Peter Kühne
8. 0 06:21 Konrad Glawe
Endstand Gruppe 2:
1. 6 19:03 André Weidner
2. 6 18:08 Florian Usczeck
3. 5 17:12 Michael Radmann
4. 4 15:14 Daniel Umlauf
5. 3 13:15 Louis Prütz
6. 2 08:17 Lisa Nolte
7. 1 08:15 Jens Krasemann
8. 0 04:18 Marcel Gras
Endstand Staffel 3:
1. 6 18:02 Matthes Holtz
2. 5 15:06 Domenik Thrun
3. 4 14:06 Kevin Schimmelpfennig
4. 3 10:10 Matthias Witt
5. 2 09:12 Martin Littmann
6. 1 03:15 Fred Matzky
7. 0 00:18 Sven Jakobs
Endstand Gruppe 4:
1. 6 18:01 Maximilian Niemecek
2. 5 16:07 Matthias Fischer
3. 4 14:07 Christoffer Lorenz
4. 3 12:09 Maik Köster
5. 2 06:12 Daniel Neugebauer
6. 1 03:15 Franziska Knaps
7. 0 00:18 Bianca Albrecht
Bestleistungen:
Finish: David Dombrowsky (170), André Weidner (160), Maximilian Niemecek (138), Andre Weidner (117), Maximilian Niemecek (1113)
Average: Maximilian Niemecek (71,3), Jayden Jakobs (64,0), Domenik Thrun (63,5)
180: Maximilian Niemecek (5), Domenik Thrun (4), Jayden Jakobs (3), Matthias Fischer (2), Mattes Holtz, Christoffer Lorenz, David Dombrowsky
Shortleg: Maximilian Niemecek (13), Jayden Jakobs (14), Maximilian Niemecek (15), Matthias Fischer (15), Domenik Thrun (15)
140+: Maximilian Niemecek (17), Matthias Fischer (17), Domenik Thrun (16)
100+: Matthias Fischer (62), Maximilian Niemecek (59), Domenik Thrun (45)
80+: Florian Uszceck (61), Mattes Holtz (55), Matthias Fischer (53)
First9: Maximilian Niemecek (76,8), Domenik Thrun (73,5), Matthias Fischer (72,0)