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Heimniederlage

Viel vorgenommen hatten sich die Männer von Traktor Sarow für ihr Heimspiel gegen die SG Malchin/Kummerow. Am Ende standen die Gastgeber jedoch erneut mit leeren Händen da: Nach einer 1:3-Heimniederlage wanderten die Punkte verdientermaßen an die Gäste. Malchin/Kummerow präsentierte sich spielerisch stärker, agierte abgezockter und ging vor allem in den Zweikämpfen mit mehr Entschlossenheit und Robustheit zu Werke.

Personelle Sorgen und schwerer Verletzungsschock

Sarows Trainer Danilo Hell musste bereits vor dem Anpfiff personell improvisieren. Das Fehlen der beiden Offensivkräfte Paul Giermann und Luca Jur war im Spielverlauf deutlich zu spüren: Dem Sarower Spiel fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff, zudem agierte Traktor im letzten Drittel oft zu ungenau und fehlerbehaftet.

Übertroffen wurde die sportliche Enttäuschung jedoch von einem schweren Verletzungsschock: Lenard Wollenburg verletzte sich so schwer, dass er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die bittere Diagnose: Riss der Patellasehne.

Frühe Gästedominanz und Sarower Zwischenhoch

Die Gäste aus Malchin und Kummerow bestimmten die Anfangsphase klar. Bereits in den ersten zwanzig Minuten erarbeiteten sie sich durch Rümker (2.) und Lange (7.) zwei hochkarätige Möglichkeiten. Sarow verlor den Ball in dieser Phase zu schnell und einfach, um Struktur ins eigene Spiel zu bringen.

Erst in der 21. Minute setzte Traktor ein erstes Ausrufezeichen: Nach einem langen Ball über die Abwehr tauchte Nico John frei vor Gästekeeper Holst auf, scheiterte jedoch. Diese Szene wirkte wie ein Weckruf. Die Sarower erspielten sich nun längere Ballbesitzphasen und drängten häufiger in und an den gegnerischen Strafraum. Gefährliche Aktionen von John (24.) und Hell (26.) blieben jedoch unbelohnt. Auf der Gegenseite hatte Hannes Jähnke (32.) die Führung für die Gäste auf dem Fuß – derselbe Akteur sollte später in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte mit Gelb-Rot vom Platz fliegen.

Als sich alles bereits auf ein torloses Unentschieden zur Pause einstellte, schlug die SG doch noch zu: Fürstenau überraschte Sarows Schlussmann Garz in der 42. Minute mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck zum 0:1-Pausenstand.

Umstrittener Gegentreffer sorgt für Diskussionen

Nach dem Seitenwechsel mühte sich Traktor Sarow um den Ausgleich, agierte dabei aber selten wirklich konstruktiv oder gefährlich. In der 67. Minute sorgte das 0:2 durch Rümker für erhebliche Diskussionen auf Sarower Seite. Die Gastgeber reklamierten ein Offensivfoul sowie eine Abseitsposition – zumindest mit dem Foulspiel lagen sie keineswegs falsch.

Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Gäste in der 76. Minute blitzschnell um, und Schmidt schob mühelos zum 0:3 ein. Mehr als Ergebniskosmetik war für die Hausherren nicht mehr drin: Mathis Hahn traf in der Nachspielzeit zum 1:3-Endstand und gestaltete die Niederlage aus Sarower Sicht zumindest etwas erträglicher.

Schweres Programm steht bevor

Mit zwei Niederlagen aus den ersten beiden Spielen hatten sich die Sarower den Saisonauftakt anders vorgestellt. Die Aufgaben werden in den kommenden Wochen keineswegs leichter: Am kommenden Sonntag um 11:00 Uhr empfängt Traktor den Topfavoriten auf Staffelsieg und Aufstieg, den FC Motor Neubrandenburg Süd. Nach einem spielfreien Wochenende reisen die Sarower zwei Wochen später erneut zum FC Motor – dann allerdings im Pokalwettbewerb.

 

Traktor Sarow:

Garz – Kellmann, Hell, Stepanow (70.min Dimov), E.Giermann, Grimmberger, E.Hahn (86.min König), O.Lange, Siderov, John, Wollenburg (40.min M.Hahn)

Tore:

0:1  (42.min)   Fürstenau

0:2  (67.min)   Rümker

0:3  (76.min)   Schmidt

1:3  (90.min)   M.Hahn

Gelbe Karten:

Hell (90.+3.min), M.Hahn (90.+7.min)

Schiedsrichter:

Serxho / Herold, Quiros Cano

Bilder vom Spiel