Archiv für Mai 2020

Der coronabedingte Saisonabbruch war für die E-Jugend der SG Sarow/Pentz bitter, aber so richtig bitter. Die „Rasselbande“ von Coach Jens Löwner war mit 24 Punkten bis zum Abbruch der Saison Tabellenführer in ihrer Staffel gewesen. Acht Spiele, acht Siege – besser konnte die Ausbeute nicht sein, die Hoffnung auf den Staffelsieg und die damit verbundene Teilnahme an der Endrunde der Meisterschaft war durchaus berechtigt und realistisch.

Bereits am ersten Spieltag ließen es die SG Kicker beim 11:0 gegen die Nossendorfer Kickers richtig krachen. Der 4:3 Sieg bei Traktor Dargun I, die mit 21 Punkten aus neun Spielen Tabellenzweiter sind, war knapp. Mit einem Freistosstor erzielte Matteo Linde vier Minuten vor dem Ende den Siegtreffer in einem Spiel auf Augenhöhe. Nach dem 1:0 Sieg (Tor: Löwner) gegen den FSV Malchin I übernahm die SG erstmals die Tabellenspitze und die Gewissheit, dass sie in der Saison einiges erreichen können. Auswärts beim Demminer SV 91 I (6:2) und beim klaren 10:1 gegen den DSV 91 II zeigte die Mannschaft spielerisch gute Leistungen. Nach dem 5:0 beim FSV Malchin II, musste die Löwner-Truppe gegen Dargun II nach einer scheinbar sicheren 3:0 Führung, um den 4:3 Sieg in der Endphase noch kämpfen und ein wenig zittern. Ungefährdet war der 6:0 Erfolg gegen Sturmvogel Völschow zum Abschluss der 1.Halbserie.

Ganz ohne „Schramme“ verlief die Hinrunde aber nicht, denn im Pokal unterlag die SG mit 3:5 der Malchiner Zweiten. Eigentlich schien diese Partie nach acht Minuten und einer 3:0 Führung schon gelaufen, vielleicht fühlten sich die SG Kücken zu sicher.

Im Kader der SG stehen einige vielversprechende Talente, Keeper Luca Mienert ist ein richtig starker Rückhalt, dazu hat die Mannschaft in Tristan Spierling (8 Spiele / 10 Tore), Matteo Linde (8/3), Jannik Löwner (6/9), Anton Hahn (8/6) absolute Leistungsträger.

Die Ausgeglichenheit in Löwners Kader ist aber der große Trumpf der Mannschaft, denn Spieler wie unter anderem Vincent Henning (5/4), Erik Boldt (8/6) oder Melvin Haack (8/2) entwickelten sich richtig gut.

Da der Kader in der E-Jugend der SG so groß ist, spielen mit Jayden Jakobs und George Popiolek zwei der stärksten Kicker dauerhaft in der D-Jugend mit.

Die „Qual der Wahl“ mit der Spieltagsmannschaft hatte Coach Löwner ohnehin schon, mit den beiden wäre sie noch größer. 

 

Durch den KFV wurde die Fußballsaison für beendet erklärt, für die Fußballer von Traktor Sarow war dies der einzig logische und auch richtige Weg. In der derzeitigen Tabellen rangieren die Traktoristen auf Platz sechs, sollte der KFV in ihrer Beratung am 27.05. auf die Quotientenrechnung festlegen, würden die Sarower diesen Platz auch halten, auch sie ein Spiel weniger ausgetragen haben.

“ Das ist für uns aber nicht ganz so wichtig, wir haben bis zum Abbruch ein richtig gute Saison gespielt, hätten natürlich, wie alle andere Mannschaften auch, diese gern zu Ende gespielt, auch weil wir uns durchaus noch was ausgerechnet haben, in der Tabelle vielleicht noch etwas höher zu kommen. Die Meisterschaft und den Aufstieg hatten wir dabei nicht unbedingt im Auge, aber Platz drei bis vier wäre realistisch gewesen“ so Traktors Verantwortlicher Frank-Peter Dwars.

Acht Siege, drei Remis und drei Niederlagen, weist die Bilanz der Sarower auf den ersten 14 Spielen aus, die Auftakt zur Rückrunde gegen Völschow fiel wegen einer Platzsperre in Sarow aus, bei einer möglichen Quotientenrechnung würde dies den Ausschlag bei der Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesklasse zu Gunsten von Sturmvogel Völschow geben, die so gegenüber dem FSV Reinberg im Vorteil wären. 

Punktemäßig wäre durchaus für die Traktoristen noch mehr drin gewesen in den ersten 14 Spielen, die Niederlagen in Völschow (3:4) und in Nossendorf (1.2) waren überflüssig, wie unnötig. Auch die Punkteteilung beim MSV Groß Plasten (2:2) war überflüssig, die Sarower hätten diese Partie trotz Unterzahl gewinnen müssen. Auf der andere Seite war der Sieg beim FSV Reinberg (3:2) schon etwas glücklich, ebenso das torlose Remis gegen Tutow im Heimspiel. 

Beim 12:1 gegen B/W Basedow schafften die Traktoristen gar einen zweistelligen Sieg, die vielleicht stärkste Leistung war aber vielleicht der glatte 4:1 Auswärtssieg beim Tabellenvierten SV 1950 Chemnitz. Mit 16 Punkten aus sieben Heimspielen ist Traktor hinter Völschow, die 18 Punkte aus acht Spielen holten, die zweitstärkste Heimmannschaft der Liga gewesen bis zum Saisonabbruch. 

Kapitän Thomas Lange, Christian Baumann und Moritz Lorenz waren in allen 14 Punktspielen dabei, Nico Dokter, der vor der Saison vom SV Rosenow zu Traktor wechselte, und Tom Thomann kommen auf 13 Spiele. Gerade die Entwicklung von Nachwuchsspieler Tom Thomann, der als 17 jähriger mit einer Sonderspielgenehmigung in die Saison ging, war richtig positiv und bemerkenswert. 

Mit 21 Treffern war Moritz Lorenz bester Torschütze der Sarower in der Liga, nur Reinbergs Steffen Wolff machte mehr Buden (25). Marco Linde (11 Spiele) erzielte sieben Treffer, Mathis Hahn traf fünfmal, verletzungsbedingt machte der Stürmer aber nur sechs Spiele. 

In der Winterpause verstärkten Thomas Teske (Traktor Pentz) und David Papendorf (Traktor Alt Tellin) den Sarower Kader.

„Wir hoffen alle, dass wir die neue Fußballsaison im August wieder beginnen können, den Trainingsbetrieb wollen die Sarower am kommenden Freitag wieder aufnehmen, natürlich unter Einhaltung der derzeitigen gültigen Regelungen und Vorgaben“ so Dwars weiter. 

 

Der Ball rollt frühestens wieder in der Saison 2020/2021. Die aktuelle Spielzeit wird auf Beschluss des erweiterten Vorstandes des Landesfußballverbandes vorzeitig beendet.

Der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) wird die Saison 2019/2020 zum offiziellen Spieljahresende am 30. Juni 2020 regulär auslaufen lassen.

Dies hat der LFV am Donnerstagabend auf einer außerordentlichen erweiterten Vorstandssitzung gemeinsam mit den sechs zugehörigen Kreisfußball- bzw. Fußballverbänden (KFV) beschlossen.

Aufgrund der derzeit gültigen Beschränkungen seitens der zuständigen Behörden hinsichtlich der Coronapandemie – unter anderem sind Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 untersagt – werden bis zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Pflicht- und Freundschaftsspiele mehr ausgetragen.

Die Saison 2019/2020 ist somit vorzeitig beendet. Eine Ausnahme bildet der Landespokalwettbewerb der Herren um dem Lübzer Pils Cup. Hier behält sich der LFV eine sportliche Durchführung der verbleibenden Partien unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausdrücklich vor.

Der noch zu bestimmende Umgang mit der Wertung der bisherigen Saisonergebnisse in allen Spiel- und Altersklassen (z.B. Auf- und Abstiegsregelung) sowie die Erarbeitung von möglichen Rahmenbedingungen für die nachfolgende Saison 2020/2021 obliegt den jeweils zuständigen Verbänden.

Eine Entscheidung hierzu soll am 27. Mai in einer neuerlichen erweiterten Vorstandssitzung fallen. Dabei strebt der LFV gemeinsam mit den sechs Kreisverbänden eine möglichst einheitliche Lösung an. In diesem Zusammenhang wird eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Ulf Kuchel (Vorsitzender im LFV-Spielausschuss) mögliche Szenarien erarbeiten. Einigkeit besteht schon jetzt darin, dass es keine komplette Annullierung der Saison 2019/2020 geben wird.

„Hinsichtlich der zuletzt immer wiederkehrende Frage, wie es nach der über Wochen währenden Aussetzung des Spielbetriebes mit der aktuellen Spielzeit weitergehen soll, haben die Vereine nun eine klare Entscheidung. Hiermit hat der erweiterte Vorstand des LFV, an der die Kreisverbände stimmberechtigt beteiligt waren, die Grundlage für aktuelle und kommende Planungsvorhaben aller an den Fußballspielen beteiligten Vereine und deren aktive und passive Mitglieder geschaffen. Dabei möchte ich festhalten, dass wir den Beschluss für alle Alters- und Spielklassen des Fußballsports auf Landes- und Kreisebene zeitnah im Sinne des deutlichen Votums der Vereine, welches uns durch die Onlinebefragung vorlag, getroffen haben“, erklärt LFV-Präsident Joachim Masuch.

Hinsichtlich der weiteren geplanten Vorgehensweise fügt der 70-Jährige ergänzend hinzu: „Nunmehr gilt es, im Mai die Umsetzung dieses Entscheids vorzunehmen. Mit Unterstützung der gebildeten Arbeitsgruppe rückt die Wertung der Saison in den Fokus. Mit der Klarheit über den möglichen Auf- und Abstieg kann man dann auch in die Planungsphase für die neue Saison übergehen. Dabei müssen wir aber immer beachten, dass der LFV als auch die Kreisverbände weiterhin abhängig von den gültigen behördlichen Beschränkungen sind und darauf ggf. zeitnah zu reagieren ist. Wir befinden uns weiterhin inmitten einer Pandemie!“

LFV-Geschäftsführer und Leiter des Coronakrisenstabs, Bastian Dankert, sagt: „In einer sehr schwierigen Situation ist der erste Schritt nun gemacht. Dabei richtet sich unser Dank an alle Beteiligten, die bis hierhin zielorientiert mitgewirkt haben. Jetzt gilt es, für die vorzeitig beendeten Wettbewerbe entsprechenden Lösungen zu finden, obgleich man es mit Sicherheit nicht jedem Recht machen kann. Es ist sehr bedauerlich, dass dies aus den bekannten Gründen fernab der gewohnten sportlichen Entscheidungsfindung auf den Fußballplätzen stattfinden muss. Aber dieser Weg ist mit der vorzeitigen Beendigung der Saison unumgänglich.“

Die Entscheidung zur vorzeitigen Beendigung der Saison 2019/2020 in Mecklenburg-Vorpommern entspricht dem mehrheitlichen Votum der Vereine in einer zuvor durchgeführten Online-Umfrage. Hier hatten sich 81 Prozent der im Spielbetrieb befindlichen Klubs für diesen Schritt ausgesprochen. Die Gesamtbeteiligung bei der Umfrage lag bei repräsentativen 72 Prozent.

Die Demminer Volksbank unterstützt die Vereinsarbeit von Traktor Sarow schon seit einigen Jahren.

Die Freude bei den Sarower Traktoristen war jetzt groß, dass auch in der gegenwärtigen „Corona-Situation“, die hoffentlich bald ein Ende, die Demminer Volksbank die Vereinsarbeit des SV Traktor auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützt.

Wir bedanken uns auf diesem Weg bei der Demminer Volksbank.

Zwar rollt derzeit kein Ball auf dem Platz Sarower Platz, aber die Vereinsarbeit beim Traktor ruht damit keineswegs.

Sponsoren unseres Vereins sind zumeist regional und im Umfeld angesiedelt, eine Entfernung zwischen Sponsor und Verein von 814 Kilometern, zumindest laut Google Maps, ist da schon sehr ungewöhnlich. 

Neuhaus am Inn in der Nähe von Passau ist der Firmensitz der Hausverwaltung Sandra Haas GmbH und die überraschten den SV Traktor mit einen finanziellen Unterstützung ihr Vereinsarbeit. Unbekannt ist die Hausverwaltung Sandra Haas GmbH in Sarow freilich nicht, ihnen gehört der 48WE-Block im Dorf.

Der SV Traktor bedankt sich bei der Hausverwaltung Sandra Haas. Gerade in der gegenwärtigen Situation, ist dieses soziale Engagement ein kräftiger Schub Rückenwind für den SV Traktor.  

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