9.Spieltag / 22.10.2017 / 14.00 Uhr

3:2 (1:0)   SV Blau/Weiß Tutow – Traktor Sarow

Traktor Sarow:

P.Sudos (ab 85.min Strek) – T.Kellmann, Lange, G.Kellmann – Thomann, Ladwig, Mahnke, Strek (ab 75.min Tamm) – Mattulat, Kirchner, Hahn (ab 90.min Klein)

Tore:

1:0  (37.min)  Schubert

1:1  (65.min)  Lange

1:2  (72.min)  Lange

2:2  (91.min)  Schubert

3:2  (97.min)  Schubert

Schiedsrichter:

Gottstein / Meyer, Hanke

……  alle Bilder vom Spiel  ……

Die achtminütige Nachspielzeit von Schiedsrichter Hannes Gottstein war gerechtfertigt, das Spiel musste wegen Verletzung von Sarows Keeper lange unterbrochen werden, nach einen harten Zusammenprall musste Sudos ins Greifswalder Krankenhaus mit Verdacht auf Gehirnerschütterung gebracht werden. Die Niederlage trat durch in den Hintergrund, es gab bange Minute, als ein Rettungshubschrauber nach Spielende auf dem Tutower Platz landete.

Eigentlich bestimmten die Tutower über weite Strecken deutlich die Partie, mit ihrer schlechten Chancenverwertung hielten sie aber die Sarower selbst im Spiel, die die Partie durch zwei Freistoßtreffer von Kapitän Thomas Lange etwas auf dem Kopf stellten. Traktor schnupperte lange an der Überraschung, ehe Schubert zunächst einen Freistoß ins Tor zirkelte (91.) und in der 97.min stocherte er einen Freistoßflanke über die Linie, irgendwie war da auch die Hand mit im Spiel.

Tutows Trainer Sprycha war nicht wirklich zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf, sah den „Dreier“ des Tabellendritten als irgendwie nicht wirklich verdient an, ohne die Sudos Verletzung, so meinte er, hätte seine Mannschaft nicht gewonnen. Das bleibt hypothetisch, ebenso auch, ob der Freistoßpfiff vor dem 2:2 wirklich pfeifbar war.

Traktor musste in Tutow doch auch Grimmberger und Mohns verzichten, dazu verletzte sich Engelmann beim Aufwärmen, dafür waren Gunnars Kellmann und Clemens Mahnke aber wieder dabei. Die Steigerung der Sarower gegenüber dem schwachen Auftritt gegen Völschow (0:5) war deutlich, ihr Spiel aber doch noch zu fehlerhaft, noch nicht stabil genug um dominanter aufzutreten.

Tutow legte los wie die Feuerwehr, machte in der Anfangsphase mächtig Dampf. Traktor fehlte im Zentrum die Ordnung und Zugriff und hatte mit Paul Meyer auf der rechten Tutower Außenbahn erhebliche Probleme, der große Freiräume hatte und immer wieder in den Rücken der Sarower Abwehr kam. Ein Tutower Tor fand wegen Abseits keine Anerkennung (5.), ein Schuss von Kortum lag gut (17.). Traktor bekam gelegentlich Tiefe ins eigene Spiel, bis auf einen Ladwig Freistoss (29.) aber nichts gefährliches. Tutow presste früh, zwang Sarow zu Fehlern in deren Hälfte und spielte immer wieder schnell nach vorn. Wagner verpasste in der 33.min die Tutower Führung bei einem Kopfball aus zwei Metern, dass Sudos zuvor ausrutschte und der Ball einen komischen Drall hatte, irritierte ihn wohl. Was sich da schon anbahnte, schaffte Schubert dann vier Minuten später, nach einem Rückpass von der Grundlinie traf Schubert zum 1:0. Tutow hatte jetzt fulminante Minuten, hatte bis zum Pausenpfiff durch Witt (38.), Kortum (39.), Schubert (43.) und Wagner (44.) noch vier klare Chancen. Der Pausenpfiff konnte für die Sarower zu keinem besseren Zeitpunkt kommen.

Druck und Tempo waren beim Tabellendritten nicht mehr ganz so hoch im zweiten Abschnitt, Traktor verteidigte das Zentrum besser, schaffte mehr Entlastung, schloss die Räume vor der Abwehr besser, vor allem schneller. Ein Ladwig Schuss blockte Tutow noch gerade so (51.), beim Thomann Schuss, der ans Lattenkreuz krachte, hatte Tutow Glück (52.). Für Tutow hatte Mayer (55.) die beste Chance in der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel. Auch wenn das Sarower Spiel noch fehlerhaft blieb, machten sie es den Tutowern nun deutlich schwerer, Traktors Spiel hätte durchaus noch gefährlicher werden können, hätte sie in guten Positionen an der Mittellinie nicht den Ball hergegeben, dass Spiel in die Tiefe verpassten sie hier einige male.

Der 1:1 (65.) Ausgleich von Thomas Lange, dessen Freistoß von einem Tutower abgefälscht wurde, war der Auftakt für eine offene, ereignisreiche Schlussphase. Sudos fischte einen tollen Schubert Schuss mit einer richtig starken Parade raus. Mit seinem Freistoßtor stellte Lange in der 72.min stellte Lange die Partie dann etwas auf den Kopf. Er drehte den Ball von der rechten Strafraumecke hoch in den linken Knick, Tutows Torwart Borchers spekulierte wohl auf eine Flanke, machte zwei Schritte raus.

Es folgte die verhängnisvolle 80.Minute für Sudos und Traktor, der schon ausgewechselte Strek ging ins Tor. Am Schubert Freistoß zum 2:2 in der 91.min war er noch dran, zu halten war er nicht. Tutow hatte noch zwei starke Szene, ein Schubert Kopfball ging an die Latte (94.), bei artistischen Seitfallzieher von Felgenhauer fehlte nicht viel (95.). Traktor sehnte den Schlusspfiff herbei und wurde noch aus allen Punkteträumen gerissen.

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